4. Verbandsschweißprüfung des Rauhhaar-Reinzucht-Verband in Coburg am 12. Juli 2009
Federführung Nordfränkischer Jagdgebrauchshunde-Verein e. V. Baunach in
Arbeitsgemeinschaft mit dem Verein Deutsch Stichelhaar

Hund Rasse Führer Preis Fährte
Bilka vom Bodensee DSt Maria Bulling 2a 20 Stunden
Irko vom Abelitz DSt Elso Kratzenberg 3b 20 Stunden
Dago vom Kammeltal GR Dr. Dietmer Thomas nb 20 Stunden

 

3. Verbandsschweißprüfung des Rauhhaar-Reinzucht-Verband in Arnsberg-Neheim am 14. Juni 2008 - Federführung Griffon-Club e.V.

 

Hund Rasse Führer Preis Fährte
Conni von der Burg Wettin PP Manfred Seibert SW I 40 Stunden
Antje vom Teufelsmoor GR Dr. Uwe Lähndorff SW I 20 Stunden
Fanni vom Möhnsee DW Karl-Heinz Göcke SW II a 20 Stunden
Aron von der Loxstädter Wurth GR Johannes Ahrens SW II b 20 Stunden
Eyk von der Asbacher Höh GR Josef Asbach nb. 20 Stunden
Butz von Proffen GR Michael Elsemann nb. 20 Stunden

 

3. VSwP des Rauhhaar-Reinzuchtverbandes

Auf roter Fährte im Arnsberger Wald

 

Bereits zum dritten Mal in Folge wurde unter der Überschrift „Rauhhaar-Reinzuchtverband“ im Verbund Deutsch-Stichelhaar Club e.V., Griffon-Club e.V. und Verein Pudelpointer e.V., die Verbandsschweißprüfung auf der über 2 0-Stunden- und 40-Stunden-Fährte ausgerichtet. Nach der Premiere 2006 in Bad Segeberg unter Federführung des Club Deutsch-Stichelhaar e.V., ging es 2007 zum Verein Pudelpointer e.V. in Düppenweiler im Saarland und in diesem Jahr sprach der Griffon-Club e.V. seine herzlichste Einladung zur VSwP in die Reviere Stadtwald Neheim I und Bachum rund um Arnsberg-Neheim aus. Dieser Einladung folgten 5 Suchengespanne für die über 20-Stundenfährte, ein Hundeführer für die über 40-Stundenfährte sowie zahlreiche interessierte Zuschauer.

Arnsberg, das im Norden Nordrhein-Westfalens im Tal der Ruhr liegt, wird im wesentlichem durch den Flussverlauf geprägt. So münden hier die kleineren Flüsse Röhr und Möhne in die Ruhr und in den Tälern dieser Flüsse liegen auch die Siedlungsschwerpunkte der Stadt. Begrenzt werden die Flusstäler von bewaldeten Erhebungen - nördlich erheben sich die Höhen des Naturparks Arnsberger Wald , im Süden verlaufen die Ausläufer vom Naturpark Homert . Das Stadtgebiet der Stadt Arnsberg liegt auf einer Höhe von 146 bis 448 Metern über NN. Es ist 193,39 Quadratkilometer groß und mit 121,10 Quadratkilometern sind damit 63 Prozent des Gebiets Waldfläche.

Das Prüfungsgelände spiegelte einen Querschnitt des Arnsberger Waldes wieder . Laub-Altholzbestände und Nadelholz, bzw. naturnaher Mischwald mit Dickungen, einzelnen Windwurfflächen mit Totholz, Farnkrautfeldern und Fingerhutansammlungen prägen diese Mittelgebirgslandschaft im Hochsauerlandkreis. Der Boden, bedeckt mit Laub und Nadeln und auch Moos und Gras, umgestürzte Baumriesen, das bergige Gelände sowie der starke Wildbestand, insbesondere Schwarzwild, markierten das anspruchsvolle Prüfungsgelände.

Nach der lang anhaltenden Hitze und Trockenheit in den ersten Juni Tagen, sorgte das regnerische Schauerwetter für optimale Prüfungsbedingungen.

Am frühen Samstagmorgen begrüßte die Prüfungsleiterin Frau Suanne Ehlers, Griffon Club e.V., die sechs Suchengespanne, die zwei Richtergruppen, drei Richteranwärter und eine stattliche Anzahl Daumendrücker und Schlachtenbummler. Die Begrüßung war sehr herzlich und äußerst charmant – sprach doch mit Frau Ehlers eine erfahrene Hundeführerin und JGHV-Richterin, die es auf nette Art schaffte, den ersten Druck von den Schultern der Hundeführer zu nehmen, ohne den für die Prüfung notwendigen ernst missen zu lassen. Untermalt wurde die Begrüßung stimmungsvoll mit herrlichem Jagdhörnerklang.

Als „Losnummer“ (und schickes Souvenir) erhielten die Hundeführer Schiefertäfelchen, die eigens für diesen Prüfungstag vom Richterobmann der Gruppe I, Herrn Helmut Schönberg, Mönchengladbach, angefertigt wurden. Per Los wurden die beiden Gruppen besetzt.

In der Gruppe I mit den Richtern Herrn Hanke Oerding, Griffon-Club e.V. und Jörg Bäcker, Verein Pudelpointer e.V., und dem Richterobmann Herrn Helmut Schönberger, Griffon-Club e.V., sowie den Richteranwärtern Frau Gabriele Mixdorf, JGV Roemryke Berge e.V. , und Herrn Dr. Steffen Döhler, Griffon Club e.V., stellten sich drei Suchengespanne der Arbeit auf der über 20-Stundenfährte.

Als erster Hund ging der Griffon-Rüde EYK von der Asbacher Höhe, gew. 28.03.2006, geführt von Herrn Josef Asbach, Lissendorf, an den Start. Der Hund zeigte gute Veranlagung für die Fährtenarbeit, hatte aber das große Pech, dass zunächst sichtiges Rehwild ihn aus der Arbeit riss und wenig später zwei Waldschnepfen seine Wege kreuzten. Infolge dieser Erschwernisse gab es einige nicht ganz unerhebliche Abschweifungen, die letztlich zum Nicht-Bestehen dieser Prüfung führten. Mit ein wenig mehr Vorbereitung, besserem Gehorsam und zunehmenden Verständnis zwischen Hund und Mensch wird es auch dieses Suchengespann ganz sicher im nächsten Jahr schaffen.

Als zweites Suchengespann stellte sich Herr Dr. Uwe Lähndorff, Herne, mit seiner Griffon-Hündin ANTJE vom Teufelsmoor, gew. 23.01.2004, der Prüfungsaufgabe. Die Hündin arbeitete sehr ruhig, zügig und konzentriert. ANTJE schenkte dem sichtige n Rehwild keinerlei Beachtung und gefiel durch ihren enormen Finderwillen und die sichere Art, mit der sie sich über die Verleitfährten hinwegsetzte und zudem die mangelnde Erfahrung des Hundeführers wett machte. Die Arbeit wurde mit SW I bewertet. Ein sehr schöner Erfolg für Herrn Dr. Lähndorff und großes Kompliment an die Griffon-Hündin!

Als Dritter im Bunde der Gruppe I machte sich kein Rauhhaariger Hund, aber ein gerne gesehener Gast, die Wachtelhündin FANNI vom Möhnesee, gew. 21.01.2006, mit ihrem Hundeführer Herrn Karl-Heinz Göcke auf den Weg. Das Suchengespann präsentierte sich bei dieser schwierigen Arbeit als eingespieltes Team. Allerdings - während sich die Hündin von einem direkt an der Fährte liegenden Dachsbau weder ablenken, noch irritieren ließ, folgte sie einer Verleitung – gerade mal 30 Meter vom Stück entfernt. Kurz vor dem Zieleinlauf gab es einen unnötigen, aber nicht mehr vermeidbaren Abruf. Dennoch SW II war der verdiente Lohn für die ansonsten bestechende Arbeit.

Mit dem Richterobmann Herrn Werner Lippert, Griffon-Club e.V., seinen Mit-Richtern Frau Claudia Zinth, Griffon-Club e.V., und Herrn Karl Heinz Steinkühler, Verein für Pointer und Setter e.V. sowie dem Richteranwärter Herrn Jacques Petit aus Strassen in Luxemburg machte sich die Gruppe II auf den Weg in das Revier.

Fast ließe es sich als „Duplizität der Ereignisse“ bezeichnen – auch hier konnte der erste zur über 20-Stundenfährte gelegte Hund die Prüfung leider nicht erfolgreich abschließen.

Der Griffon-Rüde BUTZ vom Proffen, gew. 06.04.2006, vorgestellt vom Züchter und Eigentümer Herrn Michael Elsemann, fand an diesem Morgen nicht die notwendige Ruhe und Konzentration. Infolge seines stürmischen, jugendlichen Temperaments wurde er mehrmals zum vermeidbaren Überschießen der Fährte verleitet. Dennoch – ihm fehlt nur noch die nötige Ruhe, die ihm fraglos beizubringen ist, um ihn zu einem ganz sicheren Schweißarbeiter zu machen.

Herr Johannes Ahrens, Berlin, stellte den Griffon-Rüden ARON von der Loxstedter Wurth, gew. 05.01.2004, ebenfalls auf der über 20-Stundenfährte vor. Bei diesem Suchengespann sah es bereits nach rund 50 Metern so aus, als wenn die Arbeit kein gutes Ende nehmen würde. Zunächst nahm ARON die Arbeit ruhig und zielstrebig auf. Herrn Ahrens, der nach außen hin gelassen und kühl wirkte, schienen innerlich die Nerven zu flattern. Nach rund 10 Metern griff er erneut bis zum Anschuss zurück, obwohl der Hund genau auf der Fährte war und arbeitete. ARON nahm es gelassen und stellte sich erneut bereitwillig auf die Arbeit ein. Allerdings revanchierte er sich nach eben jenen 50 Metern mit einem Ausflug in die Botanik ohne jegliche Chance selbständig zurück zur Fährte finden zu können. Zwangsläufig erfolgte der Abruf. Während die dem Suchengespann folgende Korona Angst und Bange wurde, bewies der Hund Beharrlichkeit und Ausdauer. Mit tiefer Nase und großer Sicherheit führte ARON seinen Hundeführer erfolgreich zum Stück. Seine ruhige und besonne Art und große Zielstrebigkeit machte die fehlende sichere Schweißanzeige wett. Die Arbeit wurde mit SW II bewertet. Schade, dass dieser typvolle Rüde wegen der besonderen jagdlichen Situation im Berliner Stadtgebiet lediglich zur Verbandsjugendprüfung geführt wurde. Der Hund wäre ansonsten –zweifelsohne - eine Bereicherung für die Griffon Zucht.

Den krönenden Abschluss in der Gruppe II zelebrierte der Altmeister und Ehrenvorsitzende des Verein Pudelpointer e.V., Her Manfred Seibert mit seiner PP-Hündin CONNI von der Burg Wettin, gew. 15.05.2002, auf der über 40-Stundenfährte. Bitte sehen Sie es mir nach - diesem Suchengespann sei ein wenig mehr Platz eingeräumt. Denn zum einen ist Herr Seibert der erste Suchenführer, der seinen Hund zum zweiten Mal erfolgreich auf der VSwP des RRV vorstellte und zum anderen demonstrierte er feinste Suchen-Gespann-Arbeit. Seit mehr als 45 Jahren im Verein Pudelpointer e.V., beeinflusste er als Zuchtwart maßgeblich und zukunftsweisend das Zuchtgeschehen und leitete über viele Jahre als 1. Vorsitzender die Geschicke des Vereins. Und an jenem Samstag bewies er, dass er Hundeführer und Jäger mit Herz und Verstand und hohen Idealen ist. Während sich andere in „seinem Alter“ dem Ruhestand und Müßiggang hingeben, machte er dem alten PP-Spruch „wer einen Pudelpointer führt, muss in geschmierten Stiefeln stehen“ alle Ehre. Im vergangenen Jahr meisterte CONNI von der Burg Wettin die über 20-Stunden-Fährte in 21 Minuten. Für die über 40-Stunden-Fährte benötigte das Suchengespann unwesentlich mehr – 24 Minuten. Ohne Wenn und Aber nahm CONNI die Fährte auf und zog zügig von dannen. Es war überaus imponierend, mit welcher Besonnenheit die Hündin die verschiedenen, die Schweißfährte kreuzenden, z.T. ganz frischen Verleitungsfährten prüfte, als Gesundfährte erkannte und alsdann ignorierte, um ihre Arbeit mit größter Zielstrebigkeit fortzuführen und sicher zu Ende zu bringen. Ganz besonders hervorzuheben ist die beeindruckende Arbeit in dem Teilstück, wo die Fährte unter einer umgestürzten Buche hindurch führte, die weder leichtfüßig überstiegen, noch „mal eben“ kriechend überwunden werden konnte. Die Hündin zeigte wiederholt exakt an, wo es unter dem Baum hindurch und der Fährtenverlauf längs ging. Aber es schien, als wenn sie für ihren nachfolgenden Suchenführer einen einfacheren Übergang suchte, und so marschierte sie wiederholt am Stamm längs auf und ab. Herr Seibert ließ die Hündin gewähren, legte sie kurz ab, um ihr dann vertrauensvoll weiter zu folgen. Hund unter der Buche, Herr Seibert mit elegantem Schwung über den Baum hinweg. Mit nicht nachlassen wollendem Eifer, Konzentration und Selbstbeherrschung gelangten Hund und Mensch zum Stück. Die Freude am erfolgreichem Ende von Herrn Seibert war echt und groß. CONNI dankte es mit einer bravourösen Meisterleistung – SW I.

Mit PPS Schnepfenjäger's DORLE steht im Hause Seibert eine Nachwuchshündin, auf die wir uns schon jetzt im nächsten Jahr bei der 4. VSwP des RRV freuen!

 

Bei der abschließenden Preisverleihung dankte Frau Ehlers insbesondere den Revierinhabern und ganz besonders den Revierführern, die stets bemüht und immer zur Stelle waren. Ein ganz, ganz dickes Lob und Dankeschön erging an Herrn Manfred von Heißen, der sich für den organisatorischen Rahmen und perfekten Ablauf vor Ort verantwortlich zeichnete. Mit herzlichem Dank und Waidmannsheil wurden auch die Richter bedacht, die stets bemüht waren, fair und den Hunden gerecht zu bewerten. Sie hob den Mut der Suchenführer hervor, die sich der Herausforderung „Schweißarbeit“ stellten und betonte den harmonischen Prüfungsverlauf. Und von dieser Stelle aus nicht zu vergessen – ein dickes Lob für Frau Ehlers, die mit ihrer Souveränität und Freundlichkeit den Prüfungstag prägte.

Vergeben wurden jeweils ein I. Preis auf der über 40-Stundenfährte sowie der über 20-Stundenfährte und zwei II. Preise, die in Anbetracht der kleineren Schwierigkeiten der einzelnen Arbeiten als sehr hoch zu werten sind.

Alles in Allem – eine gelungene VSwP mit sehr guter Beteiligung und vor allem ausgezeichnetem Hundematerial.

Die Arbeit auf solchen Fährten verlangt vom Hund Ruhe, Gehorsam und den unbedingten Willen zum Stück zu kommen. Deshalb kann auf Prüfungen mit hohen Anforderungen, wie wir sie im Arnsberger Wald erlebten, nur der ruhige und nervenstarke Hund gute Leistungen erreichen. Der Zuchtwert der VSwP liegt in der Erprobung von Ausdauer und Charakter unserer Jagdhunde. Jagdhundezucht und –führung ist nicht Selbstzweck, sondern Mittel zur waidgerechten Jagdausübung.

Auch in diesem Jahr wurde die Schweißprüfung des RRV zu einem großen jagdlichen und kynologischen Erlebnis. Sie wird allen Teilnehmern unvergesslich bleiben.

Für das kommende Jahr hat Herr Rainer Hornung, Deutsch Stichelhaar Club e.V., die VSwP des Rauhhaar-Reinzucht-Verbandes ins Frankenland eingeladen. Wir hoffen sehr, dass die „Rauhhaarigen“ seinem aufmunterem Aufruf folgen!

 

Für den Rauhhaar-Reinzucht-Verband

Angela Steinhauer

 

 

 

2. VSwP des Rauhhaar-Reinzucht-Verbandes am 2. Juni 2007 in Düppenweiler/ Saarland

 

Nach dem gelungenen Auftakt im vergangenem Jahr mit der Ausrichtung der 1. VSwP des Rauhhaar-Reinzucht-Verbandes in Bad Segeberg, an der 8 Hunde teilnahmen, stand in diesem Jahr die Prüfung lange auf der Kippe. Lediglich ein Suchengespann wollte sich den hohen Anforderungen dieser Schweißprüfung stellen.

Dank des außerordentlichen Engagements und persönlichen Einsatzes von Herrn Hans-Josef Brünnet, seines Zeichens 1. Vorsitzender des Verein Pudelpointer e.V., fand diese zweite VSwP dennoch auch in 2007 statt.

Ebenso nicht unerwähnt bleiben darf das nachdrückliche Bemühen von Herrn Rainer Hornung. Nicht nur, dass er den Rauhhaar-Reinzucht-Verband nach rund 5 Jahrzehnten aus seinem Dornröschenschlaf erweckte – vielmehr begründete er die Zusammenarbeit und gemeinsame Darstellung der Vereine Deutsch-Stichelhaar e.V., Griffon-Club e.V. und Verein Pudelpointer e.V., mit der ersten Präsentation im Verbund anlässlich der Jagen & Fischen 2005 in München sowie der gemeinsamen VSwP. Im kommenden Jahr erhält die Kooperation eine weitere tragende Säule. Für 2008 ist die erste gemeinschaftliche VGP, die als „Prinz Isenburg Gedächtnis-VGP“ in die weitere vereinte Zukunft eingehen wird.

 

Der Verein Pudelpointer e.V. hatte ins Saarland, in die Reviere um Düppenweiler eingeladen. Düppenweiler im Kreis Merzig-Wadern ist ein idyllisch gelegenes Tal am Kondeler Bach. Hauptattraktion ist das ehemalige Kupferbergwerk. Von Düppenweiler ist es nur ein Katzensprung zum Litermont – ein 414 Meter hoher, markanter Berg mit dem Sagenrundweg, von dem aus ein herrlicher Rundblick über das halbe Saarland reicht. Ebenfalls bekannt ist der "graue Stein", ein vulkanischer Monolith und von jeher ein zauberhafter Ort.

 

Die kleine Schar der angereisten Hundeführer und Schlachtenbummler fanden eine perfekte Organisation vor. Der Hochwald mit Buchen, Eichen, Fichten, vielfältigem Mischwald und Unterwuchs mit Sturmholz in teilweise sehr steiler Hanglage, versprach ein anspruchsvolles Prüfungsgelände. Das Wetter, für das bekanntlich die Gäste verantwortlich sind, zeigte sich nach dem vorherrschenden Dauerregen an den vorherigen Tagen versöhnlich. Jedoch stellten die im Tagesverlauf ansteigenden sommerlichen Temperaturen die Suchengespanne vor große arbeitstechnische Herausforderungen und körperliche Anstrengungen.

 

Unter der souveränen Prüfungsleitung von Herrn Wolfgang Casper, Schmelz, und den Richtern Jim Christnach (Richterobmann), Luxemburg, Wolfgang Casper, Schmelz, und

Rainer Hornung, Laubendorf, ging das erste Suchengespann gegen 10 Uhr auf die erste Rotfährte.

Vier Richteranwärter (Stefan Bast, Heusweiler, Dieter Casper, Schmelz, Dr. Steffen Döhler, Meerbusch, und Eckart Schäff, Schwanstetten) nahmen die Möglichkeit wahr, weitere Erfahrungen für die Prüfungspraxis zu gewinnen.

 

Frau Beate Meier-Voß, Rehlingen, wagte sich an diesem Morgen mit ihrer Drahthaarvizsla-Hündin Giri von Haus Schladern, an die 40-Stunden-Fährte. Die Hündin nahm die Arbeit sehr willig auf und verwies wiederholt recht deutlich, was der Hundeführerin wiederholt entging. Leider fanden Hund und Führerin nicht den Einklang für eine solch lange und schwierige Arbeit. Dennoch - besonders hervorzuheben ist die große Ruhe und der enorme Durchhaltewille der Hündin. Am Ende der kräftezerrenden Arbeit fehlten lediglich 250 Meter bis zum Stück. Natürlich hoffen wir sehr, dass Frau Meier-Voß das Unternehmen „40-Stunden“ noch mal angeht!

 

Mit dem „Quentchen mehr Glück“ endete die Arbeit der Pudelpointer-Hündin AIKA vom Grafenthal, die von Herrn Hans-Josef Brünnet, Rehlingen, vorgestellt wurde. Die Hündin wurde erst kurzzeitig für die Prüfung „aktiviert“, was sich zunächst in kleinere Unsicherheiten bei der Arbeit wiederspiegelte. An dieser Stelle brachte der Hundeführer seine große Praxis- und Prüfungserfahrung ein und überwand mit dem Hund erfolgreich diese Hürde. Das Gespann gelangte nach rund einer Stunde ohne Abruf zum Stück und wurde damit mit SW Ib ausgezeichnet.

 

Das Highlight an Fährtenarbeit zeigte die PP-Hündin CONNI von der Burg, geführt von Herrn Manfred Seibert, Groß-Gerau. Am Anschuss saugte sich die Hündin sofort fest und arbeitete die Fährte mit großer Sicherheit und enormer Zielstrebigkeit aus, was nicht nur die Bewunderung und Freude der Richter hervorrief. Die Arbeit war von Anfang bis Ende absolut überzeugend. Das Gespann gelangt nach 5 gemeldeten Verweiserpunkten und zwei angezeigten Wundbetten nach exakt 30 Minuten zum Stück. Die Auszeichnung für diese überaus imposante und tolle Arbeit - SW Ia!

 

Unsere Anerkennung und Gratulation ergeht an die drei Suchenführer, die mit ihren Arbeiten zum gelungenen Prüfungsverlauf beitrugen. Wir freuen uns sehr alle drei im nächsten Jahr auf einer VSwP (möglichst bei der 3. VSwP des Rahhaar-Reinzucht-Verbandes!) wiederzusehen!

Unser ganz besonderer Dank gilt den Richtern und auch Richteranwärtern, die keine Mühen gescheut haben, die Fährten ordnungsgemäß und prüfungskonform vorzubereiten und während der Prüfung den oder anderen schweißtreibenden Kilometer zurückgelegt haben! Ein herzliches Dankeschön und Waidmannsheil ergeht ebenso an die Revierinhaber für die großzügige Bereitstellung der Prüfungsgelegenheit!

 

Die Fröhlichkeit und der Zusammenhalt der Gebrauchshundeanhänger fanden ihren Ausdruck beim abschließenden gemeinsamen Essen. Alle Teilnehmer werden gerne and die gastlichen Stunden im Saarland zurückdenken.

 

Für das kommende Jahr lädt der Griffon-Club e.V. am 4. Juni 2008 zur 3. VSwP in die Reviere bei Arnsberg ein. Das nordrhein-westfälische Arnsberg ist die alte Hauptstadt des Herzogtums Westfalen und liegt im nördlichen Sauerland.

Der Termin ist ein absolutes MUSS für all' die Hundeführer der Vereine Deutsch-Stichelhaar, Griffon-Club e.V. und Verein Pudelpointer e.V.. Die e rnste Arbeit mit guten Hunden am langen Schweißriemen auf der über zwanzig oder vierzig Stunden alten Fährte, versinnbildlichen den Willen, nicht auf den Lorbeeren auszuruhen, sondern im Geiste früherer Generationen weiterzuarbeiten. E s ist auch entschieden zu begrüßen, wenn die verschiedene Rassen in edlem Wettstreit miteinander um den Erfolg kämpfen.

Erste Informationen zur Prüfung sind auf der Internet-Seite des Griffon-Clubs e.V., www.griffon.de, Veranstaltungen, abrufbar.

 

Für den Rauhhaar-Reinzucht-Verband

Rainer Hornung (Fotos), 90579 Laubendorf

 

Angela Steinhauer (Text), 58339 Breckerfeld

 

 

Teilnehmer:

Die teilnehmenden Suchengespanne von links:

Herr Hans-Josef Brünnet mit PP-Hündin AIKA vom Grafenthal, Beate Meier-Voss mit Drahtaarvizla-Hündin GIRI von Haus Schladern und PP-Rüden PPS ULF vom Geweberwald, Herr Manfred Seibert mit PP-Hündin CONNI von der Burg Wettin und Richteranwärter Herr Dr. Steffen Döhler, Vertreter und Schriftführer des Griffon-Club e.V., mit Griffon-Hündin GILA II vom Kempter Wald.

 

 

 

 

Reinzucht-Verband „Deutsch Rauhhaar“

1. VSwP im Segeberger Forst

 

Vor über 80 Jahren, am 30.05.1924, schlossen sich der Griffon-Club e. V., Verein Pudelpointer e. V. und der Verein Deutsch Stichelhaar e. V. zusammen und gründeten den Reinzucht-Verband „Deutsch Rauhhaar“ mit dem Ziel, gemeinsame Zuchtprüfungen durchzuführen und gemeinsam Interessantes in den „Rauhhaar-Blättern“ zu veröffentlichen. Im Oktober 1968 wurde dann im guten Einvernehmen auf die jeweiligen vereinsinternen Mitteilungsblätter umgestellt.

Anschließend an diese Tradition fand am 24.06.2006 die erste gemeinsame VSwP unter der Federführung des Verein Deutsch Stichelhaar e. V. im Hochwild-reichen Segeberger Forst statt.

Richter und acht Gespanne aus dem gesamten Gebiet der BRD konnte Prüfungsleiter Dr. Peter Schunk am Prüfungsmorgen im Gasthof „Waldkater“ in Boostedt begrüßen. Dass die eine Gruppe beim Fährtenlegen zwölf Rothirsche zum Greifen nahe am helllichten Sonnentag im Anblick hatte, unterstrich die sehr guten Suchenbedingungen. Auf allen Fährten gab es in wechselndem Gelände reichlich frische Fährten und Losung von Rot-, Schwarz- und Rehwild, Raub- und Niederwild.

Gemeldet, erschienen waren und geprüft wurden acht Gespanne, davon eines auf der über 40Stunden stehenden Fährte.

Suchensieger wurde Elso Kratzenberg aus Abelitz mit seiner DSt-Hündin. „Esda von Abelitz“ vor Bodo Pietsch (Radebeul) mit seiner PP-Hündin „Emmy vom Unstrut Hainich“ und Anke Thomsen-Schippmann (Norderstedt) mit ihrem FLCR-Rüden „Stoneyard's dark velvet Baltic Ocean“, alle im I. Preis.

Im II. Preis bestanden Rainer Hornung (Laubendorf) mit seiner DSt-Hündin „Athene von den Baumbergen“ und Egon Halupka (Nortorf) mit seinem WDBr-Rüden „Anton vom Iloo-Forst“.

Angela Steinhauer mit ihrer Gr-Hündin „GILA II vom Kempter Wald“, Armin Frey mit seiner Gr-Hündin „Bella v. Federsee“ auf der über 20 Stunden stehenden Fährte und Elsbeth Loewer mit ihrer KT-Hündin „Aida von der Teckeltatze“ auf der über 40 Stunden stehenden Fährte konnten an diesem Tag die Prüfung leider nicht bestehen.

Hervorragende Witterungsbedingungen und der teilweise hohe Ausbildungsstand der Hunde trugen zu dem guten Ergebnis bei.

In 2007 wird der Verein Pudelpointer e. V. federführend die 2. VSwP des Rauhhaar-Reinzucht-Verband e. V. durchführen.

 

 

FOTO

Von links nach rechts

Rainer Hornung DSt Sw II/

Anke Thomsen-Schippmann FLCR SW I/

Elsbeth Loewer KT Sw II/ n.b.

Elso Kratzenberg DSt. Sw I/

Egon Halupka WDBr Sw II/

Bodo Pietsch, PP, Sw I/

Armin Frey, Gr n.b.

Angela Steinhauer, Gr n.b.

 

 

 

 

 

 

 

Wochenend' und Sonnenschein...

 

2.Süddeutsches Stichelhaartreffen vom 15. bis 17.7.2006 voller Erfolg

 

Unter idealen Bedingungen feierten zahlreiche Vereinsmitglieder und Gäste das zweite Süddeutsche Stichelhaartreffen bei Familie Hornung in Laubendorf. Nachdem bereits am Freitag Abend, trotz geringer Voranmeldungen, etwa 30 Freunde unserer Rauhaarigen im Gasthof „Rotes Roß“ zusammengekommen waren, stimmte man sich bei deftiger fränkischer Küche und allerlei Geistreichem auf die kommenden Tage ein. Bis spät in die Nacht wurde mitunter kontrovers über die Lage des Jagdgebrauchshundewesens im Allgemeinen und das aktuelle Verbandszuchtgeschehen im Speziellen diskutiert.
Am nächsten Morgen konnte Familie Hornung bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen zirka 80 Teilnehmer begrüßen. Neben weit gereisten Stichelhaarführern, etwa die Familie Demoulling aus Luxemburg, waren erfreulicherweise auch Mitglieder der anderen Rauhaarreinzuchtverbände im Mittelfränkischen anwesend. Nach kurzem Hallo machten sich zwei Gruppen auf den Weg ins Revier: Ein Teil wurde von den Stichelhaarführern Angelika und Bernd Jensen in die Geheimnisse der Schweißfährte eingewiesen, die anderen erhielten von Herbert Schlund (JGV Bayern e.V.) und Wolfgang Klaus (Verein Pudelpointer e.V.) Tipps in den prüfungsrelevanten Fächern Wasser-, Feld- und Schleppenarbeit sowie für das Bringen des Fuchses über ein Hindernis. Vor allem die jüngeren Hundeführer waren hinsichtlich dieser Übungseinheiten, eine wertvolle Hilfe für die anstehenden Prüfungen, begeistert und meinten, derartige „Seminare“ sollten auch bei künftigen Treffen unbedingt wiederholt werden.
Nach den informativen, schweißtreibenden und mitunter auch sehr humorvollen Stunden in Wald und Flur stand für den Nachmittag eine Zuchtschau auf der Tagesordnung. Die Kommission setzte sich zusammen aus Dr. Wolfgang Zink, Bernhard Greifenhagen, Maria Bulling, Elso Kratzenberg sowie als Ringsekretär Rainer Hornung. Bewertet wurden insgesamt 7 Stichelhaarige (4 Rüden und 3 Hündinnen):

•  Ayka Poldervreugd (Hündin) Führer Henning Bertram sg/g

•  Axa vom Bodensee (Hündin) Führer Oda und Dr. Eckard Horstmann sg+/sg

•  Ares vom Bodensee (Rüde) Führer Ralf Burger sg/sg

•  Atos vom Bodensee (Rüde) Führer Ralf Scheuermann sg-/g+

•  Gusti von Abelitz (Hündin) Führer Prof. Dr. Franz Bäumer sg/sg

•  Arras von der Stettinger Mühle (Rüde) Führer Eckardt Fleßler sg/sg

•  Hamlet von Greifenhagen (Rüde) Führer Wolfgang Luh sg/sg

Die Zuchtschau wurde vom langjährigen Obmann für das Jagdhundewesen beim Bayerischen Jagdverband, Herrn Ernst Mittel, aufmerksam verfolgt. In der anschließenden Aussprache lobte er den Ablauf der Veranstaltung und regte durch konstruktive Beiträge eine kontrovers geführte Diskussionsrunde hinsichtlich der Zukunft des deutschen Jagdhundewesens an.
Im Laufe des Nachmittags zeigte sich dann auch, dass unser Verein in Sachen Öffentlichkeitsarbeit neue Wege geht: Frau Zink stellte die neue Herbst-/Winterkollektion des Verbandes vor und auch die von Rainer Hornung organisierten Süddeutschen Stichelhaarmützen fanden reißenden Absatz. Der Tag klang in einem gemütlichen Beisammensein mit fränkischen Spezialitäten und den dazu gehörigen regionaltypischen gebrauten und destillierten Getränken aus.
Aufgrund der langen Reisewege vieler Teilnehmer (und vielleicht auch wegen der vorausgegangenen Nacht) fiel der sonntägliche Frühschoppen etwas bescheidener aus: 40 Teilnehmer des Treffens fanden sich letztmals in Laubendorf zusammen, darunter auch Mitglieder befreundeter Vereine wie Familie Gröger (Griffon Club 1888 e.V.), die Ausrichter des letzten Treffens, oder Frau Angela Steinhauer, Mitglied der Landesgruppe Westfalen des Verein Pudelpointer e.V. Bei sauren Zipfeln und Leberkäs nutzten viele Mitglieder nochmals die Gelegenheit sich auszutauschen. Von verschiedenen Seiten wurde die Tatsache bemängelt, dass unser Verein bei seiner Präsentation in der Öffentlichkeit noch zu zurückhaltend agiert. Hier müsse man unbedingt auf das Niveau der anderen Zuchtvereine kommen, die bei Messen und anderen Auftritten mit sehr professionellem Material werben könnten. Überhaupt wäre es angebracht, eine Stelle für „Presse- und Öffentlichkeit“ zu schaffen, die sich um einen intensiven Medienkontakt bemüht und diesen pflegt. Solche und andere Vorschläge würden sicher, so das überwiegende Echo, auf der kommenden Jahreshauptversammlung diskutiert.
Insgesamt war das 2. Süddeutsche Stichelhaartreffen ein voller Erfolg. Vor allem die professionelle Organisation der Veranstaltung seitens der gastgebenden Familie Hornung, der an dieser Stelle eine herzliches „Vergelt's Gott“ ausgesprochen werden muss, wird im nächsten Jahr nur schwer zu übertreffen sein.

Dr. Andreas Müller

 

 

 

 

 

 

1. Süddeutsche Stichelhaar Treffen bei Gröger's

vom 29.07.-31.07.2005 fand bei Familie Gröger in Muckental das alljährliche, private Griffon-Treffen statt wo wir das erstemal uns mit unseren Stichelhaartreffen anhängen durften.

Es waren rund 80 Personen mit über 35 Hunden zu Gast, davon waren 40 Personen vom Stichelhaarverein. Was uns besonders freute, war das wir Fr. Dölz aus Jena als Gast begrüßen durften. Auf diesem Wege möchte ich mich bei Fam. Gröger herzlich für Ihre Gastfreundschaft und freundliche Aufnahme bedanken!

Im Garten der Grögers begann alles bei strahlend schönem Sommerwetter am Freitagnachmittag bei Kaffee und Kuchen unter dem Mirabellenbaum. Bis zum Abend trafen nach und nach die ersten Griffoniers und Stichelhaarigen mit ihren Hunden ein. Sie kamen aus dem Rheinland und vom Neckar, aus Frankfurt, München und von der Donau und der Nordsee usw. usw.

Beim Abendessen im Gasthaus „Zur Mühle“ wurden die ersten Infos ausgetauscht. Dem – wie ist es Dir denn so ergangen seit dem Frühjahr – folgte ein gemütlicher Abend, den wir alle sehr genossen zu dem keiner bemerkte das draußen in der Zwischenzeit ein Unwetter mit Orkanböen aufgezogen war, und eine nahegelegene Straße die zum Gasthof führte von heruntergefallenen Ästen so blockiert war, daß eines unserer Stichelhaar Mitglieder weder vor noch zurück kam. Ihm blieb nichts anderes übrig, als zu Fuß zum Gasthaus zulaufen und Hilfe zu holen. Gott sei Dank ist Ihn und seiner Frau samt Hund nichts passiert. Dann genossen alle den gemütlichen Abend.

Am Samstagvormittag folgte dann das Treffen im Revier der Familie Gröger. Hier bekamen alle Hunde Gelegenheit für die HZP zu üben oder sich für die VGP zu vervollständigen. Schleppen mit Haar- und Federwild, Wasserarbeit und. auch eine Schweißfährte, alles war möglich und wurde gerne angenommen. Heidrun und Michael Gröger waren unermüdlich im Einsatz.

Am Abend, Ausklang des Tages beim Spanferkelessen am großen Lagerfeuer und beim Einnehmen von geistigen Getränken. Aber nicht nur für das leibliche Wohl wurde gesorgt. Eine Parforcehorn- Bläsergruppe, deren Mitglieder Heidrun und Michael Gröger sind, erfreute uns mit wunderschönen Musikstücken. Anschließend beeindruckten die Löpsinger Goisel-Schnalzler durch körperlichen Einsatz und lautes Peitschenknallen zu stimmungsvoller Musik. Zur vorgerückter Stund wurden wir mit lauten Pauken und Trompeten, von den Jagsttal Gullys überrascht. Es waren sich alle einig, dieser gemütliche schöne Abend wird sicherlich jedem in guter Erinnerung bleiben. Am späten Sonntagmorgen dann ein letztes Treffen im Garten der Grögers. Die Abschiedsstimmung wurde versüßt durch ein ausgedehntes Weißwurstessen.

Meine Frau und ich würden uns freuen wenn wir uns im Jahre 2006, zahlreich und gut gelaunt, in Laubendorf, wieder sehen würden.

Familie Hornung

 

 

 

Rauhhaar-Reinzucht-HZP anläßlich des 100. Geburtstag des Pudelpointers um Mönchengladbach

 

Neue Aktivitäten im Rauhhaar-Reinzucht-Verband

 

Im Rauhhaar-Reinzucht-Verband haben sich die drei Reinzuchtvereine Verein Pudelpointer, Griffon-Club und Verein Deutsch Stichelhaar zusammenge­ schlossen.

Am Vorabend des Verbandstages des JGHV am 6. März 1954 in Bad Neuenahr wurde der Grundstein für die gemeinsame Arbeit durch den damaligen 1. Vorsit­ zenden des Griffon-Club, Herrn Karl Velten aus Friedberg und den damaligen Schriftführer des Vereins Deutsch Stichelhaar, Herrn Rudolf Bünting aus Speken dorf, gelegt.

Ziel des Verbandes sind gemeinsame Prüfungen und gegenseitige Unterstützung in der Arbeit für und mit dem rauhhaarigen deutschen Vorstehhund. Bereits am 10. und 11. Sept. 1954 fand die erste Rauhhaar-Reinzucht-HZP in Rhede bei Borken statt. In unregelmäßigen Abständen und zu verschiedenen Anlässen wurden dann weitere Prüfungen durchgeführt.

So wurde auch in diesem Frühjahr in Fulda von den drei Vereinsvorständen beschlossen, zum 100. Geburtstag des Pudelpointers wieder eine gemeinsame Rauhhaar-Reinzucht-HZP durchzuführen. Federführend durch den Griffon-Club wurde die Prüfung vorbereitet und durchgeführt. Jeder der drei Vereine entsandte vier Hunde und drei Richter zu der HZP am 10. Oktober 1981 in die Reviere um Mönchengladbach. Als Suchenleiter fungierte Herr Willi Schöngen aus Rickelrath.

 

Am Vorabend der Prüfung stellten die drei Vereinsverantwortlichen die Gruppen zusammen, und in einer gemeinsamen Richterbesprechung wurden die Richtli­ nien für den nächsten Tag festgelegt. Gerichtet wurde in drei Gruppen zu je vier Hunden. Aus den Vereinen wurde je ein Richter und ein oder zwei Hunde den Gruppen zugeteilt.

Trotz der widrigen Witterungseinflüsse mit Regenschauern und starkem, böigen Wind wurden sehr gute Ergebnisse erzielt. Bei dem sehr guten Bestand an Fasanen konnten alle Hunde optimal durchgeprüft werden, und es wurden zum Teil ausgezeichnete Arbeiten im Feld gezeigt.

Am Abend bei der Preisverteilung ließ der 1. Vorsitzende des Griffon-Club, Herr Franz Kröninger aus München, in seiner humorvollen Art noch einmal das Gesche­ hen Revue passieren und überreichte anschließend den teilnehmenden Führern ein Erinnerungspräsent. Außerdem erhielten die bestplazierten Hunde der einzel­ nen Vereine den großen Ehrenteller des Griffon-Club.